Mit welchen Kosten muss ich bei einer Beauftragung rechnen?

Diese Frage stellt sich nahezu jedem Mandanten, der den Weg zum Anwalt sucht.

 

Eine anwaltliche Beratung kostet Geld. Dies bedeutet natürlich nicht, dass Sie gleich für jedes Telefonat und jede E-Mail mit mir bezahlen müssen. Auch alle Anfragen im Wege des Erstkontakts sind selbstverständlich kostenlos. 

Jedoch werden Gebühren nicht erst dann fällig, wenn ich in irgendeiner Form schriftlich für Sie tätig geworden bin

 

Doch welche Gebühren fallen denn nun tatsächlich bei einer anwaltlichen Beratung an? Und wie errechnen sich die jeweiligen Kosten?

I. Erstberatungsgebühr

 

Die Erstberatung umfasst im Allgemeinen ein allererstes Beratungsgespräch eines Anwalts mit seinem Mandanten. Der Bundesgerichtshof hat in diesen Zusammenhang festgelegt, dass es sich hierbei um eine pauschale, überschlägige mündliche Einstiegsberatung handelt. Dabei erhalten Mandanten eine rechtliche und taktische Einschätzung ihrer Rechtssituation mit entsprechender Handlungsempfehlung. Sollte die Erstberatung telefonisch oder auf dem E-Mail-Weg erfolgen, so ist auch diese kostenpflichtig und muss vergütet werden.

 

Die konkrete Höhe der Gebühren werden keinesfalls willkürlich berechnet. Vielmehr richten sie sich in erster Linie - ähnlich wie bei Ärzten und Steuerberatern - strikt nach dem Gesetz, in diesem Falle dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), wobei im Falle eines Obsiegens, die Gegenseite grundstäzlich - eine Aunahme besteht nur bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten - sämtliche auch später anfallende Kosten - so auch die Anwaltskosten - zahlen muss.

Wollen Sie zunächst lediglich ein erstes Beratungsgespräch mit mir, so ist die Vergütung hierfür nach dem Gesetz bei Verbrauchern auf maximal € 190,00 zzgl. USt begrenzt. Sollte ich Ihnen anschließend zudem eine schriftliche Einschätzung Ihrer Erfolgschancen zukommen lassen, so fallen hierfür insgesamt - einschließlich der eigentlichen Erstberatung - maximal € 250,00 zzgl. Ust. an. 

Selbstverständlich berücksichtige ich bei der genauen Kostenfestzsetzung der Erstberatungsgebühr alle Einzelfallumstände, insbesondere Ihre finanziellen Verhältnisse, so dass ich nur in den seltensten Fällen die maximale Erstberatungsgebühr in vollem Umfang verlangen werde.

Wendet sich hingegen ein Unternehmer an einen Rechtsanwalt, spielt die maximal Höhe von 190,00€ keine Rolle mehr. Wenn sich das Anliegen somit auf eine gewerbliche oder selbstständige Tätigkeit bezieht, ist kann auch eine höhere Gebühr berechnet werden.

 

Wenn ich über die Erstberatung hinaus für Sie tätig werde, wird die Erstberatungsgebühr auf die anschließende Tätigkeit angerechnet.

 

 

II. Außergerichtliche Tätigkeit

 

Für weiterführende, außergerichtliche Tätigkeiten, also z.B. mit dem ersten Schreiben an den Gegner, richtet sich die Anwaltsvergütung nach dem sogenannten Streitwert. Dem Streitwert entspricht dann nach der Tabelle jeweils eine bestimmte Gebühr.

 

Zudem sieht das RVG sogenannte Vergütungsrahmen vor, nach denen sich dann - zusammen mit der anhand des Streitwerts errechneteten Gebühr - das konkrete Honorar bestimmt.

Ob bei Letzteren eher der untere oder obere Bereich des Rahmens von mir angesetzt wird, hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab, insbesondere dem Umfang und Schwierigkeit der Sache, vom Gegenstandswert, von der Bedeutung der Angelegenheit für den Auftraggeber, den Vermögensverhältnissen, aber auch von der Beurteilung, wie hoch die Haftungsgefahr für uns als Anwälte ist.

Sie können jedoch stets darauf vertrauen, dass ich großen Wert auf eine stets ausgewogene Kosten/Nutzen-Relation für Sie lege!

 

 

III. Gerichtliche Vertretung

 

Bei einer gerichtlichen Vertretung müssen dagegen zwingend mindestens die gesetzlichen Gebühren nach den vorstehenden Grundsätzen abgerechnet werden. Neben diesen Gebühren fallen im Rahmen eines Gerichtsverfahrens jedoch auch Gerichts-/Prozesskosten an. So muss mit der Klgeeinreichung beispielsweise ein sogenannter Gerichtskostenvorschuss an das Gericht bezahlt werden. Denn ohne die Einzahlung dieses Vorschusses wird das Gericht nicht tätig und die Klage nicht an die gegnerische Partei zugestellt und damit z.B. auch die Verjährung nicht unterbrochen.

 

 

IV. Gebührenvereinbarung

 

Anstatt der gesetzlichen Gebühren kann grundsätzlich -  vor allem in umfangreichen und schwierigen Fällen sowie in Angelegenheiten, in denen die gesetzlichen Gebühren nicht im Einklang mit dem tatsächlichen Aufwand stehen würden -  auch eine sogenannte Vergütungsvereinbarung geschlossen werden.

Grundsätzlich gilt hier jedoch, dass niedrigere Gebühren als die gesetzlichen Gebühren, nur in außergerichtlichen Angelegenheiten - und nicht in gerichtlichen Verfahren - vereinbart werden können.

Als Ihre verantwortungsbewusste Partnerin berate ich Sie vorab auch gerne darüber, in welchen Fällen Sie eine staatliche Prozesskosten- oder Beratungshilfe oder aber Ihre Rechtschutzversicherung in Anspruch nehmen können.

Die Formulare für die Beantragung der Prozesskosten- und Beratungshilfe erhalten Sie hier. Bitte füllen Sie die Formulare möglichst vollständig aus und lassen Sie mir diese anschließend zukommen. 

 

Haben Sie weitere Fragen? Rufen Sie mich einfach an unter +49 89 200021960+49 89 200021960 oder nutzen Sie direkt das Kontaktformular oder aber besuchen Sie die Seiten der Rechtsanwaltskammer München.


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